4 Fragen an Yoshi Oida
Konzept und Regie, Maxime Kurvers
Text und Dramaturgie, Maxime Kurvers und Yoshi Oida
Mit Maxime Kurvers und Yoshi Oida
Licht, Manon Lauriol
Kagura-Maske, gefertigt in der Werkstatt von Kakita Katsuro (Hamada)
Traditionelle Ko-omote-Nō-Maske aus der Shōwa-Zeit (1926–1989)
Produktion, MDCCCLXXI
Koproduktion, La Commune CDN d’Aubervilliers
Mit Unterstützung der, Maison de la Culture du Japon à Paris – Japan Foundation und der Saison Foundation (Tokio)
Verwaltung und Tourneeproduktion, Théâtre Garonne, scène européenne – Toulouse
Uraufführung am, 1. Februar 2021 im Théâtre Antoine Vitez in Aix-en-Provence im Rahmen des Festivals Parallèle
Seit 2018 versteht Maxime Kurvers einen Teil seiner Arbeit als eine Untersuchung der Schauspielkunst. Von Die Geburt der Tragödie bis Theorien und Praktiken der Schauspielkunst (1428-2020) interessiert er sich für die Geschichte der Theaterformen sowie deren Darstellungsweisen und konfrontiert diese mit der Subjektivität der Performer, mit denen er zusammenarbeitet.
Bei der Vorbereitung einer vorherigen Inszenierung (Theorien und Praktiken der Schauspielkunst) begegnete Maxime Kurvers dem japanischen Schauspieler, Regisseur und Theoretiker Yoshi Oida. Gemeinsam begannen sie einen Austausch über Arbeit, Techniken, Rolle und gesellschaftliche Funktion von Darstellenden.
Der junge Regisseur schlug dem japanischen Meister daraufhin vor, diesen Austausch anhand von vier Fragen, die er ihm stellen möchte, auf der Bühne zu performen.
Dabei geht es um die Vielfalt des japanischen Theaters: Die theatralen Ideen und Techniken von Zeami, einem der Begründer des japanischen Nō, werden aufgegriffen, um deren Aktualität für das Verständnis der heutigen Welt zu ergründen. Zudem werden die Praktiken des japanischen Kagura — einem Amateurtheater des schintoistischen Rituals — als ein im Westen (vorübergehend) verloren gegangenes Modell einer verbindenden Kunst betrachtet, die lokale Gemeinschaften und ihren Glauben auf besondere Weise einbindet. Ebenso wird die westliche Moderne über die Geschichte körperlicher Praktiken und Darstellungsformen thematisiert, um die Verbindungen zwischen Körper und Vorstellungskraft sowie zwischen Haltung und Emotionserzeugung körperlich zu erproben.
Über vier Fragen (und vier Antworten!) erweist diese Aufführung Yoshi Oidas einzigartiger Art und Weise Reverenz, seine Praxis über seine Kunst, ja sogar über die wahrnehmbare Welt hinaus als einen Pfad zu begreifen, der Menschen hilft, ihren Platz in der Welt zu finden — und so zu leben und zu sterben.

©Pierre Grosbois

©Pierre Grosbois

©Pierre Grosbois

©Pierre Grosbois

©Pierre Grosbois

©Pierre Grosbois

©Pierre Grosbois

©Louison M. Vendassi

©Louison M. Vendassi

©Louison M. Vendassi

©Louison M. Vendassi