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Empedokles

Konzept und Übersetzung, Maxime Kurvers
Text, Fragmente aus Der Tod des Empedokles von Friedrich Hölderlin (1798)
Bühnenbildelement aus, Pièces courtes 1-9, Uraufführung am 9. April 2015 in La Ménagerie de verre – Paris im Rahmen des Festivals Étrange Cargo
 
Produktion MDCCCLXXI
Koproduktion kurzer Stücke 1–9 (2015) La Ménagerie de verre – Paris, La Commune CDN d'Aubervilliers
Installation uraufgeführt am 14. Mai 2026 im Théâtre Garonne im Rahmen von L’Histoire à venir
 

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« So wagt's ! was ihr geerbt, was ihr erworben,
Was euch der Vater Mund erzählt, gelehrt,
Gesetz' und Bräuch', der alten Götter Namen,
Vergeßt es kühn und hebt, wie Neugeborne,
Die Augen auf zur göttlichen Natur ! »

Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles, 1798.​

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Diese Installation steht im Schatten der mythischen Geste des Philosophen von Agrigent. Für Empedokles kann das prophetische Wort nur durch einen totalen Akt geschehen: das Selbstopfer durch das Feuer. Aus den drei unvollendeten Fassungen des gleichnamigen tragischen Gedichts, das Hölderlin an der Schwelle zum 19. Jahrhundert schrieb, stellt Maxime Kurvers eine Erklärung heraus, die er als Manifest begreift: ein Programm für die Organisation der Theaterarbeit ebenso wie eine Einladung zum Denken einer öko-kommunistischen Utopie. Indem er sich in den Krater des Ätna stürzt, besiegelt der Philosoph seine Verschmelzung mit den Elementen; und schreibt dort diesen Satz ein : Dies ist die Zeit der Könige nicht mehr, worauf ein anderer antwortet : Wie du bist, so ist meine Freude.

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